In den Zeugnissen erfolgt bis zur Oberstufe (ab Klasse 9) keine Bewertung der Schüler nach dem Noten-Prinzip. Die Leistungen der Schüler werden in ausführlichen Texten beschrieben. Dabei wird auf die individuellen Fähigkeiten, Talente und Entwicklung der Schüler eingegangen. Auch auf die Entwicklung der sozialen Kompetenzen wird besonderen Wert gelegt.
Die Freie Waldorfschule Mayen i.G. startet im Schuljahr 2019/20 mit den Klassenstufen 1 bis 3. Jedes Jahr wird die Schule um ein Schuljahr an neuen Erstklässlern wachsen. Die Schule ist zunächst für die Klassenstufen 1 bis 8 genehmigt und der Ausbau einer Oberstufe von der 9. bis zur 13. Klasse ist geplant, sobald der älteste Schuljahrgang diese Klassenstufe erreichen wird. So wie an Waldorfschulen allgemein üblich, sollen auch die Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule Mayen i.G. bis zur 12. Klasse in einer festen Klassengemeinschaft zusammenbleiben, unabhängig des angestrebten Bildungsabschlusses. Alle SchülerInnen legen am Ende dieser gemeinsamen Zeit auch einen gemeinsamen Abschluss ab, den sogenannten Waldorfabschluss. Dieser setzt sich zusammen aus einem selbst inszenierten Klassenspiel, der Jahresarbeit, dem künstlerischen Abschluss und der Kunstreise. Alle Leistungen werden jeweils in Gutachten bescheinigt. Neben diesem Waldorfabschluss können die Schüler auch einen staatlichen Schulabschluss in Form der Berufsreife oder dem qualifizierten Sekundarabschluss 1 ablegen. Für die SchülerInnen, die die Hochschulreife (Abitur) anstreben, ist geplant, dass sie in der 13. Klassenstufe speziell von Lehrkräften unserer Schule darauf vorbereitet werden. Wir planen das Abitur an unserer Schule dann in Zusammenarbeit mit Nachbarschulen anzubieten.
Fast alle Schüler an Waldorfschulen erlangen den mittleren Schulabschluss und über die Hälfte gehen mit Erfolg weiter zum Abitur.

Vergleicht man die durchschnittlichen Abschlussnoten von Waldorfschülern mit denen von Schülern staatlicher Schulen, erreichen die Waldorfschüler im Schnitt bessere Noten, auch im Abitur.